TBAcare Seminar · Resilienz-Training
Bevor die Kräfte ausgehen: innere Stabilität finden.
Vier Tage, um innezuhalten, den eigenen Stress besser zu verstehen und neue Wege im Umgang mit Belastung zu entwickeln – für Menschen, die spüren, dass ihre Reserven kleiner werden, oder die einem Burnout bewusst vorbeugen möchten.
Für wen das Training gedacht ist
Wenn der Alltag mehr fordert, als du geben kannst.
Viele Menschen kennen dieses Gefühl: Der Schlaf erholt nicht mehr richtig, die Konzentration lässt nach, kleine Dinge lösen große Reaktionen aus. Manche haben bereits einen Burnout erlebt und spüren, wie sich bekannte Muster wieder anbahnen. Andere möchten vorbeugen, bevor es so weit kommt.
Das Resilienz-Training setzt genau hier an: bei der Fähigkeit, mit Belastung so umzugehen, dass sie nicht in Erschöpfung mündet – und bei der Bereitschaft, dafür auch etwas zu verändern. Resilienz ist dabei kein „Zurück zum Alten“, sondern die Fähigkeit, auch in Veränderung bei sich zu bleiben.
Vorbereitung
Eine gute Basis vor dem Training
Bevor Du ins Resilienz-Training startest, kannst Du mit unserem kostenlosen Nervensystem-Check eine erste Orientierung gewinnen: Wie reguliert ist Dein Nervensystem gerade, und welche Muster zeigen sich bei Dir unter Stress? Das schafft schon vorab eine gute Grundlage, mit der Du bewusster ins Training gehst.
Zum Nervensystem-Check →Wissenschaftlicher Hintergrund
Was Resilienzforschung über innere Stärke weiß.
Resilienz ist heute ein etabliertes Forschungsfeld der Psychologie. Die folgenden Konzepte ordnen wir als anerkannte wissenschaftliche Grundlagen ein, auf denen unser Training aufbaut – sie sind eine Orientierung, kein Heilsversprechen und kein Ersatz für individuelle Diagnostik oder Behandlung.
In einer der längsten Langzeitstudien der Entwicklungspsychologie begleitete Werner rund 700 Kinder auf Hawaii über vier Jahrzehnte. Ein Teil von ihnen blieb trotz widriger Lebensumstände psychisch stabil. Werner identifizierte schützende Faktoren wie verlässliche Bezugspersonen, eigene Kompetenzerfahrungen und ein unterstützendes soziales Umfeld.
Ihre Arbeit gilt als Grundlage der modernen Resilienzforschung: Resilienz ist kein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal, sondern entsteht im Zusammenspiel von Person und Umwelt – und lässt sich damit auch später im Leben stärken.
Antonovsky fragte nicht, warum Menschen krank werden, sondern warum manche trotz belastender Erfahrungen gesund bleiben. Sein Konzept des „Kohärenzgefühls“ beschreibt drei Grundhaltungen: die Welt als verstehbar, als handhabbar und als sinnhaft zu erleben. Menschen mit ausgeprägtem Kohärenzgefühl bewältigen Stress nachweislich besser.
Die Salutogenese ist auch Grundlage der psychoonkologischen Arbeit von TBAcare und bildet einen zentralen Baustein unseres Resilienz-Verständnisses.
Kalisch und sein Team erforschen, wie das Gehirn Stresserfahrungen verarbeitet und bewertet. Ihr Modell beschreibt Resilienz als aktiven, erlernbaren Anpassungsprozess: Menschen, die belastende Situationen realistisch, aber nicht katastrophisierend bewerten, erholen sich nachweislich schneller von Stress.
Diese „positive Bewertungsfähigkeit“ lässt sich trainieren – unter anderem durch Achtsamkeitspraxis, wie sie im Training vermittelt wird.
Mehr als individuelle Stärke
Resilienz entsteht auch im Miteinander.
Neben der individuellen Stressregulation fließen zwei weitere Perspektiven in unser Training ein: der lösungsorientierte und der systemische Blick.
Lösungsorientierter Blick
Nach Steve de Shazer und Insoo Kim Berg, den Begründern der lösungsorientierten Kurzzeittherapie, richten wir den Blick nicht vorrangig auf das Problem, sondern auf das, was bereits funktioniert:
- Wünsche, Ziele und vorhandene Ressourcen
- Ausnahmen – Momente, in denen das Problem kleiner war oder ausblieb
- kleine, konkrete nächste Schritte statt großer Umwälzungen
Ein Grundsatz aus diesem Ansatz begleitet das Training: „Wenn etwas trotz vieler Anstrengung nicht funktioniert – probiere etwas anderes.“
Systemischer Blick
Resilienz ist nicht nur eine Frage der inneren Haltung, sondern auch der Beziehungen, in denen ein Mensch steht. Die systemische Therapie und Beratung – etwa nach Arist von Schlippe und Jochen Schweitzer – geht davon aus, dass Belastung und Stabilität immer auch im Kontext von Familie, Partnerschaft und Arbeitsumfeld entstehen.
Im Training reflektierst Du deshalb auch, welche Beziehungen und Muster Dich stärken – und welche Dich erschöpfen. Diese Perspektive verbindet das Resilienz-Training mit der systemischen Beratungsarbeit von TBAcare.
Vier Tage im Überblick
Erholsam und intensiv zugleich.
Ankommen und Einstimmung
Standortbestimmung: Wo stehst Du gerade? Erste Übungen zu Atem und Körperwahrnehmung schaffen einen ruhigen Einstieg.
Achtsamkeit vertiefen
Meditations- und Achtsamkeitsübungen, ergänzt durch die Frage: Was funktioniert bereits gut in Deinem Leben?
Resilienz stärken
Ressourcenarbeit sowie systemische und lösungsorientierte Übungen für herausfordernde Situationen.
Integration in den Alltag
Wie nimmst Du das Gelernte mit? Konkrete, kleine nächste Schritte für die Zeit nach dem Seminar.
Das ist enthalten
Methode, Ruhe und persönliche Begleitung.
Fundierte Methoden
Achtsamkeits-, Resilienz- sowie lösungsorientierte und systemische Übungen aus anerkannten Ansätzen.
Kleine Gruppe
Persönliche Begleitung und Raum für Austausch in überschaubarer Runde.
Ruhiger Rückzugsort
Vier Tage im Kloster Abtei Maria Frieden – bewusst abseits vom Alltag.
Achtsamkeit im Training
Meditation als Übung, nicht als Versprechen.
Ein wesentlicher Teil des Seminars ist angeleitete Meditation und Achtsamkeitspraxis. Forschung zu achtsamkeitsbasierten Verfahren – etwa dem MBSR-Programm nach Jon Kabat-Zinn – zeigt Effekte auf das subjektive Stresserleben und die Fähigkeit zur Selbstregulation.
Wir verstehen Meditation als eine von mehreren Übungsformen im Training – als Unterstützung für einen bewussteren Umgang mit Belastung, nicht als medizinische Behandlung.
Der Geruchssinn ist der einzige Sinneskanal, der den Thalamus umgeht und direkt in die für Emotionsverarbeitung zuständigen Hirnregionen wirkt – Amygdala, Hippocampus und Hypothalamus. Über diesen direkten Weg zum limbischen System kann Aromatherapie nachweislich auf die Stressreaktion einwirken.
Die Studienlage ist umfangreicher, als ihr Ruf vermuten lässt: Eine systematische Übersichtsarbeit mit Netzwerk-Metaanalyse (Frontiers in Public Health, 2023; 44 randomisiert-kontrollierte Studien, über 3.400 Teilnehmende) fand bei mehreren ätherischen Ölen signifikante angstlösende Effekte. Für eine standardisierte, oral eingenommene Lavendelöl-Zubereitung (Silexan) zeigte eine randomisierte, doppelblinde Vergleichsstudie bei generalisierter Angststörung eine mit einem verschreibungspflichtigen Antidepressivum (Paroxetin) mindestens vergleichbare Wirksamkeit – bei einem Nebenwirkungsprofil nahe Placebo.
Im Training setzen wir ätherische Öle punktuell und niedrig dosiert über Inhalation ein, nicht in der untersuchten Kapselform. Wir ordnen sie deshalb als eine durch Forschung gut gestützte, ergänzende Komponente ein – nicht als Ersatz für eine notwendige medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.
Termine und Investition
Alle wichtigen Entscheidungsdaten auf einen Blick.
Preis bei Einmalzahlung. Übernachtung und Verpflegung sind nicht enthalten; Wünsche dazu bitte an info@tba.care.
Infogespräch vereinbarenHäufige Fragen
Was Du vor der Anmeldung wissen solltest.
Ist das Training eine Therapie?
Nein. Das Resilienz-Training ist ein Format zur Selbsterfahrung und Stressregulation. Es ersetzt keine Psychotherapie und keine medizinische Behandlung.
Brauche ich Vorerfahrung mit Meditation?
Nein. Alle Übungen werden angeleitet, Vorkenntnisse sind nicht nötig.
Was ist im Preis enthalten?
Enthalten sind die Seminarinhalte über vier Tage. Übernachtung, Verpflegung und Anreise kommen hinzu; Einzelheiten stehen im Anmeldeformular.
Ich hatte bereits einen Burnout – ist das Training trotzdem geeignet?
Das Training kann eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn Du Dich stabil genug fühlst, um in einer Gruppe zu arbeiten. Bei akuter Erschöpfung oder anhaltenden depressiven Symptomen sprich bitte zuerst mit einer ärztlichen oder psychotherapeutischen Fachperson.
Wie melde ich mich an?
Am Anfang steht möglichst ein kostenloses Infogespräch. Danach erhältst Du das Anmeldeformular.
Was das Training leisten kann
Es kann helfen, Stressmuster zu erkennen, neue Ressourcen zu entdecken und in kleinen Schritten wieder mehr Stabilität und Selbstregulation im Alltag zu finden.
Wann weiterverwiesen wird
Bei anhaltender Erschöpfung, Verdacht auf eine depressive Erkrankung oder psychische Krisen braucht es ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe. Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung wende Dich sofort an den örtlichen Notruf oder einen Krisendienst.
Ist das Resilienz-Training Dein nächster Schritt?
Im kostenlosen Infogespräch klären wir, ob das Training zu Deiner aktuellen Situation passt.